Das tust du jetzt
- Sofort aufhören zu antworten. Nichts zahlen und keine weiteren Bilder schicken.
- Deinem Kind sagen: Du bist nicht schuld. Schuld hat, wer erpresst.
- Den Kontakt nicht löschen, sondern melden und blockieren, nachdem die Angaben notiert sind.
- Anzeige bei der Polizei erstatten, online über die Internetwache oder bei jeder Wache.
- Mit „Take It Down“ kannst du verhindern lassen, dass die Bilder auf großen Plattformen auftauchen.
Das lässt du besser
- Das Bild selbst speichern, weiterleiten oder als Screenshot sichern. Das Besitzen und Verbreiten von Nacktbildern Minderjähriger ist strafbar, auch für Eltern, die Beweise sammeln wollen. Die Polizei sichert das Bild selbst.
- Bezahlen. Erpresser hören danach fast nie auf.
Beweise sichern
- Benutzername, Profil-Link und Plattform aufschreiben
- Screenshots nur vom Chatverlauf ohne das Bild
- Datum und Uhrzeit der Nachrichten notieren
- Zahlungsforderungen (Konto, Gutscheincodes) notieren
So sprichst du mit deinem Kind
Für Kinder ist das extrem beschämend. Bleib ruhig und mach keine Vorwürfe. Sag, dass ihr das gemeinsam löst und dass solche Täter oft viele Kinder gleichzeitig anschreiben.
Rechtlich: Erpressung und das Verbreiten von Nacktbildern Minderjähriger sind Straftaten. Auch wenn Jugendliche untereinander Bilder weiterleiten, kann das strafbar sein. Das ist keine Rechtsberatung. Im Zweifel hilft die Polizei oder eine Beratungsstelle.