Wenn die Noten absacken, ist Nachhilfe oft der nächste Gedanke. Doch was kostet sie, welche Form passt zu welchem Kind und woran erkennt man gute Nachhilfe? Ein Überblick für Familien.

Was kostet Nachhilfe pro Stunde?

FormÜbliche Preise pro StundeGut für
Private Nachhilfe (Einzelunterricht)15 bis 35 €gezielte Hilfe, flexible Termine
Nachhilfeinstitut (Kleingruppe)12 bis 20 €regelmäßige Begleitung, feste Struktur
Online-Nachhilfe10 bis 30 €ländliche Regionen, ältere Schülerinnen und Schüler

Die Preise hängen vom Fach, der Klassenstufe und der Erfahrung ab. Oberstufe und Abiturvorbereitung sind meist teurer als Grundschulnachhilfe. Bei Instituten kommen oft Anmeldegebühren und Mindestlaufzeiten hinzu, lies den Vertrag deshalb genau.

Zuschüsse: das Bildungs- und Teilhabepaket

Familien, die Bürgergeld, Sozialhilfe, Wohngeld oder Kinderzuschlag bekommen, können über das Bildungs- und Teilhabepaket Lernförderung beantragen. Voraussetzung ist in der Regel, dass die Schule den Förderbedarf bestätigt. Den Antrag stellst du dort, wo du auch die Leistung bekommst, zum Beispiel beim Jobcenter oder bei der Stadt.

Steuerlich lassen sich Nachhilfekosten in der Regel nicht absetzen. Ausnahmen kann es in besonderen Fällen geben. Frag dazu am besten deine Steuerberatung.

Woran du gute Nachhilfe erkennst

  • Probestunde: Gute Nachhilfekräfte bieten ein Kennenlernen an.
  • Passende Erfahrung: Wer seit Jahren Grundschulkinder unterrichtet, ist nicht automatisch die beste Wahl fürs Mathe-Abitur, und umgekehrt.
  • Klares Ziel: Gemeinsam festlegen, woran ihr den Erfolg messt, zum Beispiel die nächste Klassenarbeit.
  • Rückmeldung: Nach einigen Stunden sollte es eine kurze Einschätzung geben, wie es läuft.
  • Chemie: Dein Kind sollte sich wohlfühlen. Ohne Vertrauen bringt die beste Erklärung wenig.

Wann ist Nachhilfe sinnvoll und wann nicht?

Nachhilfe hilft vor allem bei konkreten Lücken, etwa wenn ein Thema in Mathe nicht verstanden wurde und darauf alles Weitere aufbaut, oder zur Vorbereitung auf eine Prüfung. Steckt hinter schlechten Noten eher fehlende Motivation, Stress oder ein Konflikt in der Klasse, ist das Gespräch mit der Lehrkraft der bessere erste Schritt.

Ergänzend kann dein Kind selbstständig üben. Kurze, regelmäßige Einheiten wirken oft besser als eine lange Nachhilfestunde pro Woche.

V
Geschrieben von Vorname Nachname
Gründer von Schulkompi

Seit 18 Jahren in der IT tätig, Schwerpunkt IT-Sicherheit. Lebt in Rhede und hilft Familien im Münsterland, Smartphones und Lern-Apps sicher zu nutzen.