Für das Schülerbetriebspraktikum schreiben viele Jugendliche ihre allererste Bewerbung. Das wirkt schwieriger, als es ist. Betriebe erwarten keine perfekte Bewerbung, sondern eine ordentliche, ehrliche und fehlerfreie. So gelingt sie.

Wann solltest du dich bewerben?

In NRW gehört das Schülerbetriebspraktikum zum Programm „Kein Abschluss ohne Anschluss“ und findet meist in Klasse 9 oder 10 statt. Beliebte Plätze, etwa in Kitas, Tierarztpraxen oder großen Betrieben, sind schnell vergeben. Bewirb dich deshalb vier bis sechs Monate vorher, bei sehr gefragten Stellen auch früher.

Ruf vorher kurz an und frag, ob der Betrieb Praktikumsplätze anbietet und an wen die Bewerbung gehen soll. So kannst du die richtige Person direkt ansprechen.

Was gehört in die Bewerbung?

  • Anschreiben: eine Seite, warum du dich für genau diesen Betrieb interessierst
  • Lebenslauf: tabellarisch, mit Schule, Hobbys und Interessen
  • Letztes Zeugnis: wenn der Betrieb es verlangt

Ein Bewerbungsfoto ist in Deutschland keine Pflicht. Wenn du eins verwendest, sollte es freundlich und neutral sein, kein Selfie. Verschickst du die Bewerbung per E-Mail, fasse alles in einer PDF-Datei zusammen.

Das Anschreiben: Aufbau und Muster-Sätze

  1. Betreff: „Bewerbung um einen Praktikumsplatz vom 1. bis 19. Februar 2027“
  2. Anrede: möglichst mit Namen, zum Beispiel „Sehr geehrte Frau Schmitz,“
  3. Einstieg: „Vom 1. bis 19. Februar 2027 absolviere ich im Rahmen meiner Schulzeit an der Gesamtschule Musterstadt ein Betriebspraktikum. Gern möchte ich diese Zeit in Ihrer Tischlerei verbringen.“
  4. Motivation: „In meiner Freizeit baue ich gern mit Holz, zuletzt ein Vogelhaus für unseren Garten. Deshalb möchte ich kennenlernen, wie der Beruf im Alltag aussieht.“
  5. Stärken mit Beispiel: „Ich arbeite gern mit den Händen und bin zuverlässig. Seit zwei Jahren trage ich jeden Samstag Zeitungen aus.“
  6. Schluss: „Über eine Einladung zu einem persönlichen Gespräch freue ich mich.“

Vermeide leere Floskeln wie „Ich bin teamfähig und belastbar“. Ein konkretes Beispiel aus Schule, Verein oder Hobby überzeugt mehr.

Der Lebenslauf für Schülerinnen und Schüler

Auch ohne Berufserfahrung kann ein Lebenslauf aussagekräftig sein. Diese Abschnitte sind üblich:

  • Persönliche Daten: Name, Anschrift, Telefon, E-Mail, Geburtsdatum
  • Schulbildung: aktuelle Schule mit angestrebtem Abschluss, davor die Grundschule
  • Praktische Erfahrungen: Berufsfelderkundung, Ferienjob, Ehrenamt
  • Kenntnisse: Sprachen, Computer, Erste-Hilfe-Kurs
  • Interessen: Hobbys, Verein, Musik, Sport

Nutze eine seriöse E-Mail-Adresse, am besten mit Vor- und Nachnamen.

Checkliste vor dem Abschicken

  • Name der Ansprechperson richtig geschrieben
  • Zeitraum des Praktikums genannt
  • Rechtschreibung von einer zweiten Person geprüft
  • Datum und Unterschrift im Anschreiben
  • Bei E-Mail: eine PDF-Datei, kurzer Text in der Mail, sinnvoller Dateiname
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Geschrieben von Vorname Nachname
Gründer von Schulkompi

Seit 18 Jahren in der IT tätig, Schwerpunkt IT-Sicherheit. Lebt in Rhede und hilft Familien im Münsterland, Smartphones und Lern-Apps sicher zu nutzen.